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unsere NSU 201 ZDL

Die NSU kurz nach ihrem Kauf in der Garage. Dazu gehörte noch die Auspuff- Anlage (Krümmer, Endtöpfe und Fischschwänze) und der Öl-Fleck.

Im Herbst 2002 hat der Klausi seine XT verkauft, denn er wollte lieber eine alte Harley Davidson fahren. Als “Übergangslösung” bis dahin wollte er dann mal schnell ein altes Motorrad restaurieren, am besten eine Zweitakter, den diese Motoren-Konstruktion hat ja “nur” drei bewegliche Teile. NSU fand er ja schon immer prima und da ist ihm dann auch als erstes eine Zweitakt-NSU über den Weg gelaufen. Trotz div. Fehlteile (Lenker, Lampe, Vergaser, usw., usw.) schien der Preis in Ordnung und Klausi schlug im Herbst 2003 zu. Das es eine NSU wurde lag aber auch daran, dass ein Bekannter kurz zuvor eine NSU 125 ZDB geschenkt bekam. So könnte man ja gemeinsam restaurieren und später gemeinsam durch das Ost-Havelland fahren - na, ja, die üblichen “praktischen” Gedankenspiele halt.

Aber was genau hatte Klausi da eigentlich angeschleppt? Auf dem Typenschild der Maschine selbst standen ja nur Motor- und Rahmennummer, das Leergewicht von 105 Kilo und die Hubraumgröße von 198 ccm. Keine exakte Bezeichnung oder so. Also wurden die bis dato wenigen Bücher gewälzt. Ergebnis: null! In keinem der Bücher war eine solche Vorkriegs-NSU-Maschine abgebildet. Nur immer diese Viertakter-Teile und da meist die 501 TS und die 601 OSL. Also ran an’s Internet.

Hier stieß er über’s googlen auf die Seiten von Lutz SEYFARTH und Andi JANKOWITSCH. Und natürlich auf die bekannten NSU-Händler. Durch die Seiten von Lutz und Andi konnte bestimmt werden, dass es sich aufgrund des vom Motor getrennten Getriebes um eine NSU 201 ZD Pony handeln könnte. Ah-ha!

Es sei noch einmal erwähnt, dass Klausi sich bis dato überhaupt nicht mit klassischen Motorrädern geschweige denn mit der Marke NSU näher beschäftigt hat.

Auf jeden Fall bestellte Klausi bei einem dieser NSU-Händler erst mal eine Ersatzteilliste sowie eine Bedienungsanleitung. Beides half nicht wirklich weiter, denn dieser Händler hatte beide Unterlagen (wir unterstellen hier mal: absichtlich) total dunkel kopiert. Die einzelnen Teile der Ersatzteilliste wirkten meist wie schwarze Kleckse. Und die Bedienungsanleitung passte nicht wirklich zu seiner Maschine. Auf dem Umschlag dieser Anleitung stand ja auch NSU 201 ZDB drauf.

Also wurden an Lutz Fotos gemailt mit der Bitte um Hilfe. Im anschließenden Telefonat bestätigte er die Bezeichnung NSU 201 ZD und fügte aufgrund des vielen Chroms und des markanten Primärkastens noch die Bezeichnung “L” dazu. Anschließend packte er zahlreiche Kopien in einem Umschlag und schickte diesen nach Berlin.

Ebenso half auch Andi JANKOWITSCH mit Rat und Unterlagen weiter.

Und so konnte erst mal zweifelsfrei geklärt werden, dass es um eine NSU 201 ZDL-Maschine handelt.

Um ein Bild des tatsächlichen Aussehens dieser Maschine zu bekommen wurden Bücher gekauft und bei Ebay alles fest im Blick gehalten. Und so wurde auch im Frühjahr 2004 bei Ebay die Bedienungsanleitung für die NSU 201 ZD Pony und ZDL ersteigert.

Im Herbst/Winter 2003 zu 2004 wurde die Maschine bereits weitestgehend zerlegt. Jeder Schritt wurde fotographisch festgehalten. Bereits jetzt war klar, dass es mit “nur mal eben schnell restaurieren” nicht getan war.

Und dann passierten noch die klassischen Dinge einer Restauration: Da wurde bei Ebay eine NSU 201 ZD Pony ohne Räder und mit sehr viel Rost ersteigert, weil man ja das eine oder andere Teil gebrauchen könnte und zu Hause stellt man dann fest, dass man solch ein Modell ja noch nicht hat. Also wurde aus dem SChlachten nichts, statt dessen auch dafür Teile gekauft oder ersteigert. Und dann kam noch der Bekannte mit seiner NSU 125 ZDB: “Hier, schenk’ ich Dir, bin mit meinen MotoGuzzi-Maschinen bestens ausgelastet”

Parallel zur begonnenen Restauration erstand der Wunsch, über die NSU-Vorkriegs-Zweitakter eine eigene Homepage zu erstellen, denn mittlerweile hatte Klausi sich viel zum Thema angelesen und viel herausgefunden. Und warum sollen andere “Leidensgenossen” nicht davon profitieren?

So entstand ab Mitte 2004 zunächst die Homepage für die in Serie gebauten Vorkriegs-Zweitakter von NSU, die dann im Jahre 2005 auf die in Serie gebauten Nachkriegs-Zweitakter von NSU ergänzt wurde. Und häufig litt der Fortschritt der Restaurierung der eigenen NSU unter der Arbeit an der Homepage.

So, jetzt aber genug der weisen Worte, hier geht es nun endlich zu den ersten Bildern.

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