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So, wir schreiben den Spät-Sommer 2004. Endlich hat Klausi die Kraft gefunden, mit dem Werk zu beginnen. Schon fast das ganze Jahr über stand der Bulli in der Garage. Jetzt wurde endlich das (Scheunen)-Tor geöffnet, die Batterie geladen und er, der Scheunenfund kam an die Sonne. Na ja, kein wirklicher Scheunenfund, denn Klausi selber hatte ihn dort ja kurz zuvor “versteckt”. Aber: Draußen ließ sich leichter die Inneneinrichtung demontieren und gen Keller schleppen und außerdem kamen zuerst die “neue” Fahrer- und die “neue” Beifahrertür nebst Schiebetür dran.

Fahrer- und Beifahrertür dienten zuerst beim Bundesgrenzschutz, dann bei einer Freiwilligen Feuerwehr und dann bis zur Ausschlachtung Privat.

Beim BGS bereits müssen die Beamten wohl häufig vor lauter langer Weile beim Betrachten irgendeines Grenzabschnittes wegen fehlender Klimaanlage die Türen im Stand leicht geöffnet haben und mit ihren Füßen die Türen ständig im Wippen gehalten haben. Dadurch schliff die Farbe im Bereich der Eintrittstufe ab und das blanke Blech rostete folglich durch. In der BGS-Werkstatt wurden dann lieblos Bleche rübergepoppt und Farbe rübergepinselt. Beim Heraustrennen dieser rotten Bleche war klar festzustellen, dass das Blech dort wirklich von außen nach innen durchgerostet war.

 

Doch bevor es an das Heraustrennen ging, wurden die Türen komplett blank geschliffen und geschlif- fen und nochmals geschliffen. Hier tat ein Schleifer der Firma FESTOOL hervorragend seinen Dienst. Solch ein Teil kostet zwar ein schweine Geld, ist aber jeden Cent wert!!!

 

 

 

Die Zeitersparnis und Gründlichkeit gegenüber einem herkömmlichen Baumarktschleifer der Hobby-Klasse ist enorm.

Da macht Schleifen sogar ein bischen Spaß.

 

Von innen wurde dort, wo man weder mit Exenterschleifer noch mit der Zopfbürste auf der Flex hinkam gesandstrahlt. Lediglich auf Entfernung der Farbe im Bereich der Türpappen wurde verzichtet. Sie wurden nur angeschliffen.

 

Nach dem großzügigen Heraustrennen des faulen Bleches wurden intakte Bleche aus anderen Schlachtüren eingepasst und eingeschweißt.

Anschließend wurden die Nähte geschliffen und verzinnt.

Bei einer Tür war der typische Schaden des eigentlich einem jeden Bullifahrer bekannten Risses nahe des Spiegels. Dieser wurde zunächst an beiden Enden mittels einem Multi-Dremel angebohrt und dann verschweißt

Natürlich nicht nur im Bereich des “Bohrloches”, der restliche Riss auch. Aber hierdurch wird besser verhindert, dass der Riss an der Schweißnaht vorbei sich weiter seinen Weg bahnen wird.

Ach ja, Klausi hatte nur von einer alten Tür einen unteren Abschnitt für die Reparatur. Somit musste die noch eingebaute Fahrertür noch als Spender herhalten.

Dann wurden alle drei Türen grundiert, gefüllert, grob vorgeschliffen und im Keller zwischengelagert.

Nachdem die Türen “erledigt” waren, wurde mit der Demontage der Camping-Einrichtung begonnen.

Jeder Schritt, jedes demontierte Teil wurde fotografiert. Lieber zu viele Fotos als zu wenig.

Langsam wurde alles leerer und am Ende, ja am Ende.......

...... war dann wirklich alles leer. Nun konnte der Bulli wieder in die Garage und rauf auf die Hebebühne, denn nun ging es an Motor- und Getriebeausbau

Auch hier wurde jeder Schritt per Foto festgehalten und dennoch ging es ratz batz....

... und Motor und Getriebe waren nicht mehr an ihrem Platz.

Die Schlußbleche der Träger kamen als nächstes dran. Auch hier wurde damals gepfuscht, was sich sehr schnell zeigte. Doch diesmal soll es gründlich gemacht werden.

Also raus getrennt was rostig ist und Bleche anfertigen

Eingeschweißt und geschliffen.

Doch auch der Motorraum sah nach all den harten Bulli-Jahren nicht mehr so toll aus. Darum hatte Klausi sich bereits zu Beginn der Restauration dazu entschlossen ihn gleich mal mit zu lackieren.

Zunächst wurde mit einem Spachtel der ganze Wachs abgekratzt und dann gesandstrahlt. Nebenbei musste sich aber auch um das Batterieblech sich gekümmert werden

Wie Karius und Baktus hatte der der Rost gewütet. Na ja, es war halt mal einen Batterie kaputt gegangen. Also:

Raus damit, ein original VW-Reparaturblech (es lag noch zwischen dem Ersatzteilfundus im Keller) eingepasst und

eingeschweißt

Natürlich war zu diesem Zeitpunkt bereits die komplette Hinterachse ausgebaut worden.

Bis zum zur hinteren Wagenheberaufnahme wollte Klausi den Bus sandstrahlen. Doch als er dort ankam sagte er “hm, im Mittelteil des Unterbodens sind ja auch schon ein paar kleine Rostpunkte sichtbar. Hm, ich glaube, es ist besser, wenn ich ihn bis zur vorderen Wagenheberaufnahme sandstrahlen”.

Also wurde wieder der Spachtel geschwungen und der Wachs abgekratzt und dann gestrahlt und gestrahlt und weiter gestrahlt. An der vorderen Wagenheberaufnahme kam dann wieder das “Hm”

Also auch hier kratzen und strahlen. Um es kurz zu machen: Am Ende flog dann die Vorderachse noch raus. Wenn schon, denn schon!

Nachdem dann die ganze Garage voll Strahlmittel lag, der Unterboden blankwar, sah der Bulli oben rum dann so aus

Mittlerweile ist es übrigens Mai 2005.

                                                             Fortsetzung in Restauration Teil 2

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