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Quick 50

Die NSU Quick 50 ist das letzte neuentwickelte Motorrad von NSU, das auch in Serie gebaut wurde. Mit ihr brachten die NSU-Mannen 1962 ein solides und gleichzeitig sportliches Leichtmotorrad auf den Markt. Die Marketing-Abteilung von NSU sah leichtes Licht am Ende des am Boden liegenden Motorradtunnels. Doch bereits nach 4 Jahren war 1965 endgültig mit dem Motorradbau bei NSU Schluss. Der neuerliche Motorradboom (als Zweit- und Freizeitfahrzeug) setzte mit Beginn der 70-er Jahre wieder ein. Schade, rund 5 Jahre zu früh ist NSU die Puste ausgegangen!!!

Häufig wird die NSU Quick 50 in gleichem Atemzug wie die Sportmopeds der Quickly- Baureihe genannt. Sicher, sie sieht diesen optisch verdammt ähnlich und lehnt sich in Details an die Konstruktion der Quickly TT an, dennoch handelt es sich hierbei um eine Neukonstruktion.

Der exakt 50 ccm Motor der NSU Quick 50 leistete 4,3 PS bei 7000 U/min. Damit lief sie spielend über 70 km/h. Garant hierfür war auch ihr geringes Gewicht von nur 80 kg. Das 4-Gang-Getriebe wurde natürlich fußgeschaltet und eine Mehrscheiben-Trocken- kupplung trennte es bei Bedarf vom Motor. Der Tank fasste 11,8 Liter 1:25- Gemisch, der Verbrauch lag bei rund 3 Litern. Die NSU Quick 50 hatte einen offenen Stahlrohr- rahmen. Vorn und hinten sorgten je zwei hydraulischen Federbeine für einen angenehmen Fahrkomfort. Dieser wurde für Fahrer und Sozia durch die gepolsterte Doppelsitzbank noch verbessert. Die Bremsen vorn und hinten waren Leichtmetall-Vollnaben-Trommel- bremsen.

Führerscheintechnisch benötigte man zum legalen Fahren mit der NSU Quick 50 auf öffentlichen Straßen die Klasse 4. Diese konnte man mit dem vollenden des 16. Lebens- jahres erwerben. Hierfür musste man seinerzeit (ähnlich wie heute bei der Mofa-Prüf- bescheinigung) lediglich in einem Zettel-Test belegen, dass man die Grundkenntnisse der StVO beherrscht. Hatte man die Kreuze richtig gesetzt, ging’s anschließend mit über 70 km/h durch die Stadt und über’s Land.

Im Jahre 1962 wurde 3.240 mal die NSU Quick 50 gebaut. Doch schon in den Folgejahre konnten solche Produktionszahlen nicht mehr erreicht werden. 1965 kam man noch einmal auf 2.700 Expemplare. Mit der 9.323-sten NSU Quick 50 endete bei NSU die Ära der Zweiräder.

Insgesamt kann NSU auf rund 2,3 Millionen gebauter Krafträder zurück schauen. Noch einmal keimt dann im August 1977 kurz Hoffnung bei den NSU-Fans auf. NSU gehört zum VW-Konzern. Ehrgeizige Pläne sehen den Bau von Motorrädern von 50 ccm-Zwei- takt-Motoren bis zu 1300 ccm-Viertakt-Motoren vor. Nur 5 Prozent der Weltproduk- tion wären über 300.000 Einheiten gewesen. In einer Studie wird ein Motorrad entworfen, welches -je nach Kundenwunsch- mit den 3 wassergekühlten Motorvarianten (900 ccm, 1100 ccm und 1300 ccm) des VW-Polo bestückt werden sollte. Doch wie so oft, es blieb bei der Studie. Mangelnde Wirtschaftlichkeit war der Grund, warum das Projekt es nicht zum Entwicklungsprojekt schaffte. Und die 50 ccm-Zweitakt-Variante wurde dann von PUCH für Brasilien gebaut.

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Quick 50 Bilder und Daten

 

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