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Prima-D

 

 

Roller-Werbung 1959: NSU Prima neben dem wohl ersten Roller der Welt: KRUPP 200 ccm 4-Takter aus dem Jahr 1900

 

 

 

 

Nicht nur, dass NSU den Autoroller NSU Lambretta in NSU Prima umbenannte, nein, NSU-typisch wurde er nochmals überarbeitet. Technisch betraf dies die Vorderachse. Die Schwinghebelfederung wurde nun mit zwei Schraubendruckfedern ausgeliefert. Und anstatt des herkömm- lichen Rohrlenkers wurde jetzt ein Profillenker verbaut. Hier- durch wurden Kabel und Bowdenzüge besser vor Umweltein- flüssen, insbesondere dem Regen, geschützt. Aber auch an den Fahrkomfort dachten die Konstrukteure und verlängerten den Schwingweg der Sättel auf 100 mm. Wie es sich für die damalige Wirtschaftswunderzeit und für NSU, wenn es ihnen wirtschaftlich gut ging gehörte, bekam der NSU Prima noch div. Chrom verpasst. So wurde er dann bis 1960 gebaut.

1957 folgte dann eine völlige Roller-Neukonstruktion. Der NSU Prima V. Dieser hatte 175 ccm und fiel somit in die damals günstige Haftpflicht- versicherungsstufe. Mit 9,5 PS hatten die NSU-Mannen nicht allzu viel Leistung aus dem Motor gekitzelt. Das war auch so ge- wollt!. Denn es kam auf Haltbarkeit und eine exzellente Beschleunigung an. Der Motor war an einer Triebsatzschwinge befestigt und trieb das nun 10 Zoll große Hinterrad über Kegelräder und den be- währten Kardan an. Vorder- und Hinter- radschwinge hatten hydraulische Stoß- dämpfer. Das 4-Gang-Getriebe wurde per Fuß über eine Schaltwippe geschaltet. Ein elektrischer Anlasser war bei diesem Roller ebenso selbstverständlich wie eine Batte- riezündung. Das dieser Roller auch Bei- wagenauglich war, hatte der Engländer ROGERS bewiesen. Er absolvierte in 48 Stunden mit seinem Bei(wagen)fahrer die Strecke von knapp 2200 Kilometern.

Im selben Jahr folgte dem NSU Prima V der NSU Prima III. Er war für all diejenigen gedacht, die mit dem großen Rol- ler-Motor sich nicht anfreunden wollten. Somit erhielt der NSU Prima III einen 146 ccm-Zweitakt-Motor mit 7,4 PS. Sonst blieben beide Roller technisch, bis auf die Magnetzündung anstatt der Batteriezündung, identisch.

Da beide Roller aber im Preis recht hoch waren und der Absatz langsam zurück ging, brachte NSU Ende 1959 die Varianten NSU Prima III K und NSU Prima III KL heraus. Der NSU Prima III K entsprach zwar technisch dem NSU Prima III, hatte aber anstatt des elektrischen Anlassers einen Kickstarter. Ferner wurde auf jeglichen Luxus verzichtet, es war somit fast ein Butter und Brot-Roller. Der NSU Prima III KL war für all diejenigen gedacht, den zwar ein Kickstarter reichte, aber auf keinen Fall auf edles Chrom verzichten wollten. Dafür mussten sie aber auch rund 56.-DM mehr bezahlen.

Natürlich gab es auch für den Prima div. Zu- behör. Neben verschiedenen Schutz-Scheiben gab es Beinschild-Zierleisten, Beinschild- Schutzbügel (identisch mit denen der Lambretta), einen Sturz-Bügel für hinten, eine Trittbrett-Verbreiterung, div. Auspuffblen- den, Roller-Sitzbezüge aus Kunstleder in sämtlichen Roller-Farben lieferbar, eine Sitz- bank für den, der keine Einzelsitze wollte, verschiedene Roller-Schmutzfänger, Überzüge für das Reserverad, einen Gepäckträger, einen Kindersitz, eine Doppelton- Fußglocke, verschiedene Rückspiegel und natürlich auch für die Prima- Modelle eine “Roller-Garage”. Hier musste man zwischen der Ausführung mit und ohne Windschutzscheibe wählen.

1964 wurde dann bei NSU die Roller-Produktion eingestellt.

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Prima Bilder und Daten

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